Kath. Kirche – Mißbrauch: Pressemitteilung von netzwerkb (27.03.2017)

netzwerkB Pressemitteilung vom 27.03.2017
http://netzwerkb.org/2017/03/27/wie-der-herr-sos-gescherr/

Wie der Herr, so’s Gescherr

Die Päpstliche Beraterkommission gegen den ‘sexuellen Missbrauch‘ von Kindern in der Katholischen Kirche will nach dem Rückzug aller
Opfer-Vertreter mit ihrer Arbeit fortfahren.

Das irische Missbrauchsopfer Marie Collins hatte unter Protest als letzte Vertreterin der Betroffenen sich aus der Kommission zurückgezogen, weil die Kongregation für die Glaubenslehre ihre Vorschläge für den Schutz von Kindern ignoriere.

Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung:

Der Rücktritt von Marie Collins hätte den Chef der katholischen Kirche, Papst Franziskus, veranlassen können, sich auf die Seite der Opfer zu stellen und die angebliche Beraterkommission für gescheitert zu erklären. Weiterlesen

Katholische Kirche – Mißbrauch: Pressemitteilung des netzwerkb.

netzwerkB Pressemitteilung vom 03.03.2017
http://netzwerkb.org/2017/03/03/theater-des-schweigens/

Am 1. März 2017 trat Marie Collins, Mitglied der Kinderschutz-kommission des Vatikans, die Papst Franziskus vor drei Jahren gegründet hatte, zurück. Collins war selbst als Kind Opfer von sexualisierter Gewalt durch katholische Geistliche geworden. Sie legte nun ihr Amt in der Kinderschutzkommission nieder wegen mangelnder Kooperation der Behörden der römischen Kurie.

Ein weiteres Mitglied der Kommission, Peter Saunders, ebenfalls ein
Betroffener, hatte sich mit öffentlicher Kritik an Klerikern unbeliebt
gemacht und wurde schon im Februar 2016 rausgeworfen.

Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung:

Aus Sicht von netzwerkB sind wir nicht verwundert über die aktuelle Situation der Kinderschutzkommission des Vatikans, denn unsere Erfahrungen mit der katholischen Kirche in Deutschland, was die Aufarbeitung der Verbrechen von sexualisierter Gewalt betrifft, zeigen ähnliche Muster. Es wird nach wie vor verschwiegen, verleugnet und vertuscht, anstatt aufzuarbeiten.

Bischof Ackermann, Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz, redet seit 2010 von Aufarbeitung, Taten sind bisher nicht gefolgt.
netzwerkB hat ihm Unterlagen zukommen lassen mit komplett dokumentierten, aktenkundigen Fällen, einschließlich schriftlicher Tätergeständnisse.
Auch dies wird von ihm ignoriert. Er schweigt.

Wir von netzwerkB währen sehr erfreut wenn die deutschen Medien sich der Sache annehmen würden und darüber berichten.

Weitere Informationen:
http://netzwerkb.org/2017/03/02/lieber-papst-franziskus/

Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313
presse [at] netzwerkb.org
www.netzwerkB.org

Eslarn – Tipp: Marienstatue abzugeben – ebay

Screenshot vom 06.03.2017 - ebay-kleinanzeigen.de - Angebot einer Marienstatue

Screenshot vom 06.03.2017 – ebay-kleinanzeigen.de – Angebot einer Marienstatue

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Info: Wir sind mit der/ dem Verkäufer(in) nicht affiliiert.

Katholische Kirche – Mißbrauch: Glaubenspräfekt Müller verteidigt innerkirchliche Ahndung von Mißbrauchsfällen. – kath.net

Dass die Röm.-Kath. Kirche, hier mutmasslich vor allem auch die Zentrale in Rom – der Vatikan – zumindest in der Vergangenheit sehr viele Mißbrauchsfälle durch Geistliche der eigenen Kirche nicht in der gebotenen Art und Weise – vor allem schnell genug um eine profanjuristische Verjährung zu verhindern – an die staatlichen Stellen meldete, ist immer wahrscheinlicher. Nun verteidigte der für die Klärung auch zurückliegender Mißbrauchsfälle zuständige Glaubenspräfekt und ehem. Bischof v. Regensburg, Gerhard Kard. Müller die kirchliche Praxis sich nur innerkirchlich um die Ahndung von Mißbrauchsfällen zu kömmen, als höchste Strafe die Entlassung aus dem Klerikerdienst zu fordern. Dies vermag jedoch kaum zu genügen, wenn die Röm.-Kath. Kirche wie in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund des sog. „Reichskonkordates von 1933“ weitgehende Privilegien besitzt, und aufgrund dieser Täter in deren Kreisen über Gebühr schützen kann. Auch ist fraglich, ob die Röm.-Kath. Kirche mit einer solchen Einstellung weiterhin Jugendfürsorge im Auftrag des Staates betreiben sollte, da damit weiteren Mißbrauchsfällen Tür und Tor geöffnet sein konnte. Noch ist nämlich immer nicht geklärt ,wie es zu nahezu systematischer Vertuschung von Mißbrauchsfällen über Jahrzehnte kommen konnte. Gerade die vormalige Diözese des Glaubenspräfekten gibt hier immer noch ein unrühmliches Beispiel, indem die Mißbrauchssystematik um einen 1984 verstorbenen Diözesan-Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann – hier nicht nur im Umfeld des weltberühmten Chores der „Regensburger Domspatzen“ und deren vormaligen Leiters Georg Ratzinger immer noch nicht vollständig aufgeklärt wurde. In der vita dieses einstigen Diözesan-Kirchenmusikdirektors scheint verborgen zu liegen, was die Röm.-Kath. Kirche niemals als Grundlage Jahrzehnte langer Mißbrauchssystematik anerkennen will. Mehr dazu in der Wikipedia(R).

Quelle: kath.net | Direktlink

TV – Tipp (Germany): „Das unsichtbare Mädchen“ – ZDFneo 21.45 Uhr

Nach langer Zeit mal wieder ein TV-Tipp, mit besonderem Bezug zum bayerisch-tschechischen Grenzland. Nur ein Jahr nach Bekanntwerden der Mißbrauchfälle durch kath. Geistliche auch in der Diözese Regensburg, erschien der Thriller „Das unsichtbare Mädchen“. Hier setzt sich Regisseur Dominic Graf mit dem Rotlichtmilieu, vor allem aber der Pädokriminalität im bayerisch-tschechischen Grenzland auseinander, und nahm sich den Fall „Peggy K.“ zum Vorbild. Mittlerweile ist dieser Fall, wie auch das System der Mißbrauchsfälle durch kath. Geistliche  noch immer nicht geklärt, konnten ihm Fall „Peggy K.“ Bezüge zum NSU-Terror, bei den Mißbrauchsfällen in der Diözese Regensburg Bezüge zu national-reaktionären Bischöfen hergestellt werden. „Mittendrin“ geschah dann auch noch der Mord an Maria Baumer aus Muschenrieth bei Weiding/ Opf. (Landkreis Schwandorf), die Weiterlesen

Katholische Kirche – Mißbrauch: Werbesendung in Sachen „Aufklärung“ absolviert?

Haben Sie die Doku [Link in die Mediathek] gestern Abend im Bayerischen Fernsehen auch gesehen? Wieviel davon kam Ihnen bekannt vor, und wiviele neue Dinge haben Sie erfahren?
45 Minuten im Sinne der Aufklärungsbemühungen der Diözese Regensburg, welche – so viel wurde deutlich – erst durch den, seit 2013 im Amt des Regensburger Oberhirten befindlichen Prof. Dr. Rudolf Voderholzer ebenfalls erst seit 2016 geschieht? Dessen Vorgänger im Amt, der aktuelle Präfekt der Römischen Glaubenskongreation kam weniger gut weg. Es war gleichsam die neu aufgewärmte „Würstl-Affäre“ die ihm hier in Sachen unterlassener Aufklärung in die Schuhe geschoben werden sollte. Der Glaubenspräfekt Gerhard Kardinal Müller wirds verschmerzen können, wie auch die beiden einzigen für Betroffene Weiterlesen

Eslarn – katholisch: Eslarn hat mit dem 01.12.16 einen weiteren Geistlichen erhalten.

zbearc20161209_3Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen werden sie geschehn? Diese, als Frage formulierte Zeile eines bekannten Schlagers der 1980er Jahre ist in der Kath. Pfarrgemeinde Eslarn bereits beantwortet. Nicht so unsere Anfragen an den Kolpingvorstand und den Ortsgeistlichen von Eslarn, aber vielleicht klärt sich das auch bald. Trotzdem ist es ungewöhnlich, dass eine Kath. Pfarrei „mitten unter dem Jahr“ einen neuen, weiteren Geistlichen, wie es im Pfarrbrief etwas zweideutig heißt „zugewiesen“ erhält. Geht es dem Ortsgeistlichen nicht gut? Könnte dieser krank werden und „die Segel streichen“? Weiterlesen

Kath. Kirche – Politik: Papst will „gesunde Laizität“ statt Laiizismus.

Wie aus einem tagesaktuellen kath.net-Artikel hervorgeht, möchte Papst Franziskus eher eine „gesunde Laiizität“ anstelle eines Laiizismus welcher sämtliche Religionsausübung in den Privatbereich verbannt. Auch an einem „religiösen Staat“ ist ihm nicht gelegen, da „solche Staaten schlimm enden“.

Es ist natürlich immer besser, in einem Staatswesen auf der Grundlage verfassungsmäßig verbürgter Religionsfreiheit allen Religionen eine Chance, eine Existenz zu geben. Jedoch ist nicht immer auszuschliessen, dass sich eine oder mehrere Weltanschauungsgemeinschaften einen solchen Staat über wirtschaftliche und politische Einflußnahme dennoch zu Eigen machen, und auf diese Weise letztlich andere Religionen verdrängen, Mitglieder dieser Religionen an deren Glaubensübungen hindern wollen. Dass „religiöse Staaten schlimm enden“ konnte man in der Vergangenheit sehr oft erleben, denn Staaten mit nur einer – meist staatlich verordneten Religion – sind oligarisch, diktatorisch geführt Umstürzen ausgesetzt. Diese können das zuvor Gewollte leicht ins Gegenteil verkehren. In demokratische Staaten, in welchen nur eine oder einige wenige Religionen (Christentum oder Islam, als Beispiel) zugelassen werden, stellt sich weniger das Problem eines Umsturzes, als einer überraschenden, demokratisch legitimierten „Abwahl“ einer solchen/ solcher Religionen. Gerade in einem solchen Fall würde sich wohl die Aggression politisch radikal gegen die vorher Weiterlesen

Kath. Kirche – Österreich: Gebürtiger Eslarner macht Vorschläge für eine vertrauensvollere Kirche.

Der aus der Marktgemeinde Eslarn stammende, und hier aufgewachsene kath. Geistliche Martin Rupprecht, seit Jahren in der Stadt Wien tätig, ist nicht nur um den Religionsdialog bemüht. Er macht aktuell in einem Gastkommentar in der „Wiener Zeitung“ den Vorschlag, dass die Röm.-Kath. Kirche ungenutzte Gotteshäuser und sonstige Immobilien für andere Zwecke verschenken soll, um wieder mehr Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die Kirche – so Rupprecht – müsse heute mehr denn je beweisen, dass sich ihre Existenz positiv auf die Gesellschaft auswirke. Dechant Pfarrer Martin Rupprecht unterhält selbst in Eslarn eine gemeinnützige Stiftung für bedürftige Kinder.

Quelle: kath.net | Direktlink

Pfarrer Martin Rupprecht ist bei so manchen Heimaturlauben in der Marktgemeinde Eslarn auch bemüht, den örtlichen Krieger- und Soldatenverein in die liturgischen Feierlichkeieten mit einzubeziehen. [InfoLink] Sein Vater weihte – wie ein Bild aus einem vorjährigen Familienkalender der örtlichen CSU beweist – Anfang der 1970er Jahre zusammen mit dem damaligen Ministerpräsi-denten Goppel den ersten offiziellen Spielplatz Eslarns auf einer familieneigenen Wiese an der Brennerstrasse ein.

Wenn man ehrlich ist, eine gar nicht so unkluge Idee, denn noch nie hatte die Röm.-Kath. Kirche – deren Grundsätzen folgend – neben einem Gebäude auch noch den Grundbesitz aufgegeben. Wieso also nicht die Gebäude anderen Zwecken zur Verfügung stellen, den Grundbesitz behalten, und damit nicht nur der vielleicht bald schon für die Röm.-Kath. Kirche eintretenden Grundsteuerpflicht entgehen. Sollte(n) das/ die Gebäude später nicht wieder als Gottesdienstraum nutzbar sein, baut man einfach mittels Spendensammlung wieder neue Gottesdiensträume, für die man den Grundbesitz wieder kostenlos er- und behält.

Katholische Kirche – BusinessPlan: Das „Jahr der Barmherzigkeit“ ist vorbei, jetzt kämpft man mit harten Bandagen.

Wie man aktuellen Meldungen unter kath.net sehr deutlich entnehmen kann, ist das „Jahr der Barmherzigkeit“ vorbei, und damit scheinbar auch die Ruhe im „Aufsichtsrat“.
Der Vorsitzende des höchsten Römischen Gerichts, der Rota Romana soll unlängst den fünf Kardinälen, welche Papst Franziskus über einen kritischen Brief zu dessen Enzyklika zur „Umkehr“ bringen wollten, mit dem Entzug der Kardinalswürde gedroht haben.
Es geht letztlich um die Zulassung der geschiedenen und wiederverheirateten Katholik_innen vor allem zum Sakrament der Heiligen Kommunion. Dies wird bislang in Deutschland zwar so gehandhabt, dass Ortsgeistliche deren entsprechenden „Delinquent_innen“ den Besuch eines, außerhalb der eigenen Pfarrei liegenden Gottesdienstes anraten, doch befriedigend ist diese, fast schon als „scheinheiliges Verhalten“ anzusehende Lösung nicht. Nun möchte Papst Franziskus die Regelungen lockern und auch wiederverheiratete (zivilrechtlich) Geschiedene rehabilitieren, und zum Kommunionempfang zu lassen. Dies passt nicht Allen, schon gar nicht denjengen innerkirchlichen Kräften, welche als „konservativ“ bezeichnet die Grundstrukturen der Röm.-Kath. Kirche in Gefahr sehen.
So gibts also nun den „Streit ums Eingemachte“, obwohl – wie es modernere Vertreter der Röm.-Kath. Kirche bewerten würden – die Röm.-Kath. Kirche vor allem mit finanziellem und politischen Einfluß in Deutschland weitaus mehr bewirken könnte, als die Gläubigen weiter vor die Köpfe zu stossen. Es ist es die Frage, ob man das Grundkonzept der Glaubensgemeinschaft beibehalten und sich damit exklusiv auch gegen Mehrheitsmeinungen der europäischen Politik stellen will, oder die sog. „Neuevangelisierung“ über Finanzmacht und politischen Einfluß vorantreiben will. Kurz und gut: Mit traditionellem Gedankengut sich wieder „an der Macht pushen“, oder mit Finanzmacht und politischem Einfluß der weltlichen Macht frönen?

Quelle: kath.net 01 | 02