Wer die Zeit misst, erhöht die Unordnung der Welt

Brights - Die Natur des Zweifels

Armbanduhren – (c) imago/Gottfried Czepluch

Was ist Zeit? Die trockenste Antwort darauf ist: das, was man mit einer Uhr misst. In diesem Sinn entwarf Marcus Huber, Physiker in Wien, ein Gedankenexperiment, das auch zeigt: Eine Uhr kann nicht beliebig genau gehen.

Von Thomas Kramar | Die Presse.com

„Für uns gläubige Physiker“, schrieb Albert Einstein kurz vor seinem Tod an einen Freund, „hat die Scheidung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur die Bedeutung einer, wenn auch hartnäckigen, Illusion.“ Ein guter Grabspruch für Physiker, gewiss, aber ist es nicht ganz essenziell für die Zeit, dass sie in eine Richtung „fließt“?

Wenn man einen Film über Billardkugeln oder über Planeten, die um einen Stern kreisen, rückwärts laufen lässt, merkt man keinen Unterschied. Sehr wohl merkt man einen Unterschied bei einem Film, der eine auf den Boden fallende und zerbrechende Tasse oder das Leben eines Menschen zeigt. Das liegt daran, dass dabei die Entropie…

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