Ein Kindermörder will raus

Brights - Die Natur des Zweifels

Gefängnis (Public Domain)

Magnus Gäfgen ermordete 2002 den elfjährigen Jakob von Metzler. Nach fünfzehn Jahren Haft beantragte er nun, die Reststrafe zu Bewährung auszusetzen. Hat das Aussicht auf Erfolg?

Von Heinrich Schmitz | DIE KOLUMNISTEN

Das Verfahren schlug damals wie heute hohe Wellen. Um das entführte Kind vielleicht noch zu retten, hatte der Kriminalhauptkommissar Ortwin Ennigkeit Gäfgen mit Folter gedroht, was von seinem Vorgesetzten, dem ehemaligen stellvertretenden Frankfurter Polizeipräsidenten Wolfgang Daschner angeordnet worden war. Die beiden wurden zu einer Verwarnung mit Strafvorbehalt verurteilt. Gäfgen erhielt eine Entschädigung von 3000.–€ zugesprochen. Zum  Zeitpunkt der Nötigung war Jakob bereits tot.

Kindermörder Gäfgen erhielt vom Schwurgericht eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes, bei welcher die besondere Schwere der Schuld im Urteil festgestellt wurde. Und „so einer“ will jetzt auf Bewährung raus. Das Unverständnis in der Bevölkerung ist groß, was allerdings auch an der allgemeinen Unkenntnis im Hinblick auf die lebenslange Freiheitsstrafe liegen mag. Zeit…

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