Ethik bei autonomen Autos und das Trolley-Problem: Was tut der Weichensteller?

Brights - Die Natur des Zweifels

Weichensteller in Chicago (Bild: Library of Congress)

Die Debatte um selbstfahrende Autos machte ein philosophisches Gedankenexperiment populär, das Weichensteller- oder Trolley-Problem. Es behandelt die Wahl zwischen zwei moralisch bedenklichen Aktionen. Wir haben uns die Geschichte des Dilemmas angeschaut.

Von Ralf Bülow | heise online

Dichter Nebel. Ein Eisenbahnwaggon oder eine Straßenbahn macht sich selbständig und rast auf mehrere Menschen zu, die auf den Schienen stehen. Retten könnte sie ein Weichensteller, der das Gefährt auf ein Nebengleis ablenkt. Auf diesem sitzt nun ein Gleisarbeiter, was dem Weichensteller ebenfalls bekannt ist. Was soll er tun?

Das ist die Essenz des Trolley-Problems, benannt nach dem amerikanischen Wort für Straßenbahn. Seitdem autonome Autos auf den Straßen rollen, wird es diskutiert, wobei jetzt das Handeln der künstlichen Intelligenz im Mittelpunkt steht. Das Problem erscheint auch im Bericht der Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren, den Bundesverkehrsminister Dobrindt unlängst vorstellte. Regel 8 des Berichts behandelt „echte dilemmatische…

Ursprünglichen Post anzeigen 91 weitere Wörter

Advertisements