Salman Rushdie zum 70.: Selig sind die Lügner

Brights - Die Natur des Zweifels

© AFP Seinen Roman „Die satanischen Verse“ kann man nicht mehr unbefangen als Fabelgespinst lesen, mit den anderen sollte man das aber unbedingt versuchen: Der britisch-indische Autor Salman Rushdie.

Er hadert mit den Religionen, guckt den Menschen lieber in die Gesichter als in die gläubigen Köpfe, schert sich nicht um Schubladen und ist vor allem eins: Geschichtenerzähler. Heute wird Salman Rushdie siebzig Jahre alt.

Von Dietmar Dath | Frankfurter Allgemeine

Der Roman, der diesem Schriftsteller am Bein hängt wie die Eisenkugel dem Kettenhäftling, ist nicht sein bester, aber doch voll sinnreicher Beobachtungen, die es gar nicht nötig haben, das, was der Verfasser nicht leiden kann (religiöse Einbildungen zum Beispiel) mit Röntgenblick zu durchleuchten, wo doch die Oberfläche der Erscheinung schon alles sagt: „Allmählich wurde klar, dass der große Regen ausbleiben würde. Klappriges Vieh durchstreifte das Land auf der Suche nach Wasser. ‚Liebe ist Wasser‘ hatte jemand mit weißer Tünche an…

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Ein Kommentar zu “Salman Rushdie zum 70.: Selig sind die Lügner

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