Domino Effekt (5)

Slippersniff

Sprotte wollte seine Wände streichen. Er hatte die Wohnung vor 2 Jahren von einem übergewichtigen Kettenraucher übernommen. Als diesem sein Raucherbein amputiert werden musste, war er nicht mehr in der Lage, den 5. Stock zu erreichen. Also musste er die Wohnung aufgeben.

Nun sollten endlich die Wände geweißt werden. Schon bei der Wohnungsübergabe hatten die Wände einen 30 Jahre lang genährten, gelb-braunen Schleier angenommen.

Knete konnte leider nicht helfen. Er wollte auf dem Gehweg ein Rad schlagen und hatte sich das Handgelenk verstaucht. Stattdessen hatte Sprotte den örtlichen Bäcker anheuern können.

Eigentlich hatte er ihn eher erpresst. Er hatte ihn nämlich einst erwischt, wie er Mettbrötchen vom Vortag wieder in der Auslage platzierte. Ein kurzer erschrockener Blick des Bäckers besiegelte den formlosen Vertrag. Einen Gefallen gegen ein Schweigen.

Der Bäcker akzeptierte nun mürrisch Sprotte`s  Auftrag. Farbe musste Sprotte allerdings stellen.

Sprotte war chronisch pleite. So hatte er auf dem Flohmarkt einen Sack…

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