Die Tage unserer Sommerzeit…

UNSER WORThaus

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Die Tage unserer Sommerzeit –
weißt du noch wie sie rochen,
als Unschuld noch im Kinderkleid
in allen Ecken rumgekrochen?

Kannst du noch fühlen wie es war
wenn’s ab und zu mal blitzte –
wenn aufgeregte Kinderschar
mal in die Zukunft flitzte?

Wenn Dinge wurden angerührt
von denen wir noch gar nichts wussten –
wenn wir zu heimlich Tun verführt,
weil wir es einfach machen mußten?

Manchmal war es honigsüß
und manchmal gallebitter –
manchmal war ’s wie schmerzhaft Spieß
und manchmal war ’s schon Lustgeflitter.

Wenn wir erkannten was da kam
und scheu das Neue ausprobierten –
dann wuchs in uns das Pflänzchen Scham,
weil wir uns irgendwie genierten.

Genierten uns frei hinzugucken
zu zaghaft sprießend‘ Spitzen –
und spürten doch schon ahnend Zucken,
gelockt von lockend Blitzen.

Bis wir dann irgendwann erlegen
der Sünde schmachtend Töne –
wie fühlten wir uns wildverwegen,
wenn wir berührten dieses Schöne.

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