NSU-Mord: Modernste Methoden werfen neue Fragen auf

Brights - Die Natur des Zweifels

Auch den Klang einer Pistole, wie sie bei dem NSU-Mordfall verwendet wurde, haben die Forscher untersucht. (Foto: Forensic Architecture)

Die Forschergruppe Forensic Architecture aus London kommt bei ihrem jüngsten Projekt zu dem Schluss: Der frühere Verfassungsschützer Andreas Temme muss den NSU-Mord 2006 in Kassel wohl mitbekommen haben.

Von Jörg Häntzschel | Süddeutsche.de

Der Gerichtsprozess um die Taten, die allen Erkenntnissen nach der Gruppe um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe zuzuschreiben sind, neigt sich vor dem Oberlandesgericht München dem Ende zu. Bei dem merkwürdigen Umständen rund um den Mord an Halit Yozgat 2006 in einem Internetcafé in Kassel bissen sich jedoch alle die Zähne aus: die Ermittler, das Münchner Oberlandesgericht und die Politiker in den diversen Untersuchungsausschüssen. Denn am Tatort war offenbar ein Verfassungsschützer, der den Mord mit großer Wahrscheinlichkeit miterlebt hat.

Andreas Temme, der Mann vom Verfassungsschutz, saß – davon geht das Gericht aus – im Hinterzimmer des Kasseler…

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